Heizsysteme - 19.11.2018
Auch in diesem Jahr berechnet die Österreichische Energieagentur in ihrem Heizkostenvergleich die Vollkosten und Umweltauswirkungen unterschiedlicher Heizsysteme.
Laut Energiekostenvergleich ist Öl-Brenntwert die teuerste Heizalternative. Foto: Österreichische Energieagentur

Nicht nur die Brennstoffpreise, sondern alle anfallenden Kosten der Heizsysteme inklusive Investitions- sowie Wartungs- und Instandhaltungskosten werden in dem Vollkostenvergleich einander gegenübergestellt. Außerdem analysiert die Österreichische Energieagentur die durch Heizsysteme verursachten CO2-Emissionen: „2018 spielen nachhaltige und hocheffiziente Heizsysteme ihre Stärken voll aus. Weder im Neubau, noch bei sanierten oder unsanierten Gebäuden liegt ein Heizsystem, das fossile Energieträger benötigt, auf Platz 1“, so Peter Traupmann, Geschäftsführer der Österreichischen Energieagentur.

Berücksichtige man die „Raus aus Öl“-Förderung, teilten sich die nachhaltigen und hocheffizienten Heizsysteme sogar die Top 3-Plätze der Rangliste, heißt es weiter. Öl-Brennwertsysteme befinden sich laut Traupmann bei einem charakteristischen Einfamilienhaus immer auf dem letzten Platz: „Heizkosten hängen in hohem Ausmaß von der thermischen Qualität eines Gebäudes ab“. Unabhäbngig vom eingesetzen Heizsystem lägen in einem sanierten Einfamilienhaus die Heizkosten um rund 50 % niedriger als in einem unsanierten Gebäude.

Für den Heizkostenvergleich der Österreichischen Energieagentur wurde daher ein für Österreich charakteristisches Einfamilienhaus mit einer Wohnfläche von 118 m² in einer thermisch unsanierten (Heizwärmebedarf 175 kWh/m2a), in einer thermisch sanierten (Heizwärmebedarf 60 kWh/m2a) und in einer Neubauvariante (Heizwärmebedarf45 kWh/m2a) definiert. Die Auswahl der zu vergleichenden Heizsysteme erfolgte mit dem Fokus, den Stand der Technik abzubilden. Verglichen wurden Fernwärme, Erdgas-Brennwert, Öl-Brennwert, Scheitholz, Pellets, Luft/Wasser-Wärmepumpe und Sole/Wasser-Wärmepumpe mit Erdsonde.

Heizung und Warmwasserbereitung in Gebäuden verursachen gemöß Energieagentur derzeit rund 16 % der österreichischen Treibhausgasemissionen. Heizung, Warmwasser und Kühlung machen zudem rund 27 % des gesamten österreichischen Energiebedarfs aus: Diese Zahlen zeigten deutlich, wie wichtig es sei, die thermische Sanierung sowie den Umstieg auf hocheffiziente Heizsysteme und den Verzicht auf fossile Energie voranzutreiben.

Österreichische Energieagentur 

Kommentare  

#2 Alois Höfl 2018-12-03 20:16
Die Aufbereitungen der HSH Installateure ist grundsätzlich gut, leider haben sie im Bereich Infrarotheizung offensichtlich keinerlei praktische Erfahrung und wenig Wissen über die Technologie. Wir haben seit 10 Jahren beste Erfahrungen damit und können deren Behauptungen mit vielen Beispielen aus der Praxis widerlegen. Ein 130m² Niedrigenergieh aus verheizt nach unseren praktischen Erfahrungen zwischen 1.400 und 1.600 kW/h/a. Auch hat ein Top Heizmodul einen Strahlungsantei l von etwa 70 - 85%, nur billige Module haben unter 50%! Ich könnte noch viele Punkte anführen, denn wir haben praktische Erfahrung in diesem Bereich1
#1 Andreas Gahleitner 2018-11-22 16:54
Meiner Meinung nach haben die österreichische n HSH-Installatör e dieses Thema übersichtlicher aufbereitet -> www.rot-heiss-rot.at einschließlich online-heizungs planer für jedes Gebäude individuell - einfach anschauen und ausprobieren ;-)

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