Ende Juni wurde die Novelle der Richtlinienverordnung zum Energieeffizienzgesetz veröffentlicht: Ein Schritt in die richtige Richtung, jedoch mit Schwachpunkten, urteilt der Österreichische Biomasse-Verband.
Bis zum Jahr 2020 soll mithilfe des Energieeffizienzgesetzes der Anteil erneuerbarer Energien im Energiemix erhöht und die Energieeffizienz um 20 Prozent verbessert werden. Foto: pixabay.com
In den vergangenen Monaten fielen die Preise für Energieeffizienzgutschriften ins Bodenlose, die Umsetzung wirksamer Effizienzmaßnahmen sei damit praktisch unmöglich geworden: „Durch den Preisverfall am Markt für Energieeffizienzgutschriften wurden vor allem innovative und umweltbewusste Unternehmen bestraft, die seriöse Maßnahmen zur Energieeinsparung umgesetzt haben und die das Gesetz nutzen wollten, um bisher zu teure Maßnahmen mit realer Einsparwirkung umzusetzen“, so Josef Plank, Präsident des Österreichischen Biomasse-Verbandes.

Mit der Novellierung der Richtlinienverordnung verschwänden nun kurzfristig einige Effizienzmaßnahmen, die wesentlich zum Preisverfall beigetragen haben. „Wir sind zuversichtlich, dass sich die Änderungen positiv auswirken werden“, meint Plank. Grund zur Euphorie gebe es allerdings keinen. Die in der Verordnung verankerte Förderung von Ölheizungen und die Beimischung von Spritsparadditiven zu fossilen Treibstoffen, die von den „Dienstleister Energieffizienz und Contracting Austria DECA“ Mitte Juni ebenfalls kritisiert wurden, seien ganz klar Schritte in die falsche Richtung. Schließlich gehe es darum, den Energieverbrauch so weit zu senken, dass er mit Erneuerbaren gedeckt werden kann.

Homepage Österreichischer Biomasseverband

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